Wichtelwelt, Namen & Geschichten
Wichtel und Weihnachtsmann: Geschichten verbinden
Wichtel und Weihnachtsmann lassen sich in einer selbst erfundenen Familiengeschichte ganz einfach verbinden: Der Wichtel kann zum Beispiel eine Begegnung ankündigen, eine kleine Spur entdecken oder beim Abschied helfen. Wähle dafür eine Idee, die zu euren Traditionen passt, und halte sie so klein, wie es euer Alltag erlaubt.

Das Wichtigste in Kürze
- Du kannst Wichtel und Weihnachtsmann mit einer frei erfundenen Geschichte verbinden – eine feste gemeinsame Tradition musst du dafür nicht voraussetzen.
- Eine kleine Szene an der Wichteltür reicht als Anlass zum Erzählen oder Vorlesen.
- Der Wichtel ist dabei Freund oder Geschichtenerzähler, nicht Beobachter und Bote für gutes oder schlechtes Verhalten.
- Alle Ideen lassen sich an eure Familie, eure Bräuche und eure verfügbare Zeit anpassen.
Eine gemeinsame Geschichte in drei Schritten
Damit aus zwei Figuren eine stimmige Geschichte wird, brauchst du keinen langen Handlungsplan. Überlege dir einfach: Warum treffen sich Wichtel und Weihnachtsmann? Was erleben sie zusammen? Wie endet die kleine Episode? Ein Satz pro Frage genügt. Du kannst die Geschichte morgens erzählen, abends vorlesen oder sie spontan weiterspinnen, wenn dein Kind Fragen hat.
Die folgenden Beispiele sind erfundene Geschichten für eure eigene Wichtelwelt. Du kannst sie übernehmen, verändern oder einzelne Szenen herauspicken. Wenn der Weihnachtsmann nicht zu euren Traditionen gehört, ersetzt du ihn durch eine Winterfigur oder lässt die Geschichte einfach beim Wichtel bleiben.
Vier Ideen zum Vorlesen und Weitererzählen
1. Der Wichtel entdeckt eine winzige Spur
Die Geschichte: Der Wichtel erzählt, dass draußen eine glitzernde Spur am Fenster vorbeigeführt hat. Vielleicht war es ein Rentierhuf im Schnee – vielleicht auch nur ein Stern, der besonders tief am Himmel stand. Der Weihnachtsmann könnte in der Geschichte auf dem Weg zu einem anderen Ort gewesen sein.
So geht’s: Stell eine kleine Figur oder einen Holzstern neben die Wichteltür. Beim Vorlesen darf dein Kind entscheiden, was die Spur bedeutet. So entsteht eine gemeinsame Geschichte, statt dass du alles erklären musst.
Mini-Steckbrief: Dauer: 3–5 Minuten. Material: Holzstern oder kleine Figur. Alter: etwa 2–8 Jahre. Aufräumaufwand: kaum, ein Teil wieder zurückstellen.
2. Eine freundliche Bitte – ohne Auftrag an die Kinder
Die Geschichte: Der Wichtel hat den Weihnachtsmann getroffen. Dieser hat ihm von einem verlorenen Stern erzählt, der irgendwo im Winterwald liegen könnte. Der Wichtel möchte nun in seiner Fantasiegeschichte danach suchen.
So geht’s: Erzähl die Episode einfach an der Wichteltür. Wenn du eine kleine Szene dazu stellst, reicht ein Stern aus Papier oder Holz neben der Tür. Kinder dürfen Ideen beisteuern, wo der Stern liegen könnte. Es gibt nichts zu erledigen und keine richtige Lösung.
Mini-Steckbrief: Dauer: 5 Minuten. Material: ein Stern aus Papier oder Holz. Alter: etwa 3–9 Jahre. Aufräumaufwand: gering; den Stern danach wiederverwenden.
3. Der Wichtel übt ein Winterlied
Die Geschichte: Der Weihnachtsmann kommt in dieser erfundenen Geschichte kurz zu Besuch. Der Wichtel möchte ihn mit einem Lied begrüßen, kennt aber nur den Anfang. Vielleicht summt ihr gemeinsam eine vertraute Melodie oder denkt euch ein paar eigene Wörter aus.
So geht’s: Du kannst die Szene ohne zusätzliches Material erzählen. Wenn du etwas hinstellen möchtest, nimm eine kleine Tasse oder einen Holzstern als Dekoration. Das Lied darf auch ein Summen sein – Mitsingen ist kein Muss.
Mini-Steckbrief: Dauer: 2–5 Minuten. Material: keines, optional eine kleine Tasse. Alter: etwa 2–10 Jahre. Aufräumaufwand: keiner bis gering.
4. Ein gemeinsamer Abschied an der Wichteltür
Die Geschichte: Der Weihnachtsmann und der Wichtel verabschieden sich nach einem kurzen Besuch. Der Wichtel erzählt, dass er die Reise des Weihnachtsmanns schön fand und nun wieder in seine kleine Welt zurückkehrt. Das Ende darf fröhlich, ruhig oder offen bleiben.
So geht’s: Stell die Wichteltür wie gewohnt dar und erzähl die Abschiedsszene in zwei oder drei Sätzen. Wenn der Wichtel noch eine Weile bleibt, ist das genauso stimmig: In eurer Geschichte kann er sich auch erst später verabschieden.
Mini-Steckbrief: Dauer: 3–5 Minuten. Material: Wichteltür, optional ein kleines Holzaccessoire. Alter: etwa 2–10 Jahre. Aufräumaufwand: gering.
Wenn es mal schnell gehen muss
Sag einfach einen Satz: „Der Wichtel hat erzählt, dass er den Weihnachtsmann im verschneiten Wald getroffen hat.“ Dann frag dein Kind, was die beiden dort erlebt haben könnten. Schon ist die Geschichte eröffnet – ganz ohne Szene, Bastelmaterial oder zusätzliche Aufgabe. Und wenn heute keine Zeit zum Weitererzählen ist, darf die Geschichte bis morgen warten.
Häufige Fragen
Muss der Weihnachtsmann in der Wichtelgeschichte wirklich vorkommen?
Nein. Du kannst ihn durch eine andere Winterfigur ersetzen oder die Geschichte ganz ohne Weihnachtsmann erzählen. Entscheidend ist, dass sie zu euren Vorstellungen passt.
Wie vermeide ich, dass die Geschichte zu kompliziert wird?
Bleib bei einer Begegnung und einem kleinen Erlebnis. Für jüngere Kinder reichen oft zwei oder drei klare Sätze; ältere Kinder können eigene Wendungen ergänzen.
Soll der Wichtel dem Weihnachtsmann von den Kindern berichten?
Das ist nicht nötig. Lass den Wichtel lieber von seiner eigenen Reise, einer Begegnung oder einer lustigen Entdeckung erzählen. So wird die Geschichte nicht zu einer Kontrolle oder Bewertung der Kinder.
Was, wenn mein Kind nachfragt, ob die Geschichte wirklich passiert ist?
Du kannst freundlich sagen: „Das ist eine Geschichte, die wir uns für unsere Wichtelwelt ausdenken.“ So bleibt Raum für Fantasie, ohne eine erfundene Tradition als Tatsache darzustellen.
Und jetzt?
Such dir eine der vier Ideen aus und erzähl sie in deiner eigenen Version weiter. Wenn du den Dezember leichter planen möchtest, öffne als nächsten Schritt den passenden Plan oder die kostenlose Checkliste.