Wichtelwelt, Namen & Geschichten

Wichtelurlaub: Was macht der Wichtel nach Weihnachten?

4 Min. Lesezeit

Nach Weihnachten kann der Wichtel in seine Winterpause oder auf eine kleine Reise gehen – zum Beispiel in den verschneiten Wald, ans Meer oder zu seiner Wichtelfamilie. Ein kurzer Abschiedsgruß und eine kleine Szene an der Wichteltür reichen, um den Zauber liebevoll ausklingen zu lassen. Wann der Wichtelurlaub beginnt und wie lange er dauert, entscheidest du passend zu eurer Familie.

Rote Wichtelmütze und kleiner Schlitten vor einer verschneiten Wichteltür im Tannenwald

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Wichtelurlaub ist ein entspannter Abschluss der Wichtelzeit – ein aufwendiger Abschied ist nicht nötig.
  • Ein kleines Detail an der Tür, etwa ein Mini-Schlitten oder ein winziger Rucksack, erzählt schon eine ganze Reise.
  • Du kannst den Wichtel direkt nach Weihnachten verabschieden oder seine Abreise an euren Familienrhythmus anpassen.
  • Die Ideen lassen sich als kleine Szene vorbereiten oder mit einer kurzen Geschichte zum Vorlesen verbinden.

Wohin reist der Wichtel nach Weihnachten?

Es gibt keine feste Regel, wohin ein Wichtel nach Weihnachten reist. Für eure Geschichte darf es genau der Ort sein, der zu den Kindern und euren Plänen passt. Vielleicht braucht der Wichtel frische Winterluft. Vielleicht besucht er Verwandte. Oder er bleibt einfach daheim und ruht sich aus. Auch eine längere Pause ist völlig in Ordnung.

Wenn bei euch Weihnachten anders gefeiert wird oder die Wichtelzeit zu einem anderen Zeitpunkt endet, kannst du den Abschied entsprechend verschieben. Die kleine Geschichte gehört euch.

Idee 1: Winterurlaub im Tannenwald

Stell dir vor: Über Nacht ist an der Wichteltür eine kleine Schneelandschaft entstanden. Neben der Tür steht ein Mini-Schlitten, und ein paar Tannenzweige bilden einen winzigen Wald. Der Wichtel macht sich auf den Weg zu einer gemütlichen Hütte zwischen den Bäumen.

Mini-Steckbrief: Dauer: 5–10 Minuten. Material: etwas Watte oder Papier als Schnee, Tannenzweige, ein selbst gebastelter Schlitten aus Papier. Alter: etwa 2–10 Jahre, gemeinsam entdecken und erzählen. Aufräumaufwand: gering; die Zweige und den Schlitten kannst du später wiederverwenden.

Idee 2: Besuch bei der Wichtelfamilie

Der Wichtel reist nicht weit, sondern besucht Geschwister, Cousins oder Freund:innen. An der Tür stehen eine winzige Tasche und zwei Tassen. Dazu passt eine einfache Vorlesegeschichte: „Der Wichtel zog die Mütze tief über die Ohren. Im kleinen Beutel steckte ein warmes Paar Socken. Bei seiner Familie wartete schon eine Tasse Kakao – und ein freier Platz am Tisch.“

Du kannst den letzten Satz anpassen: Vielleicht wartet ein gemütlicher Schlafplatz, ein gemeinsames Lied oder ein langer Spaziergang. So bleibt die Geschichte offen und passt zu euren Vorstellungen.

Mini-Steckbrief: Dauer: 3–5 Minuten. Material: Mini-Tasche aus Papier oder Stoffrest, zwei größere Tassen oder Holzklötzchen als Sitzplätze. Alter: etwa 2–10 Jahre

Idee 3: Eine Reise ans Meer – mitten im Winter

Wichtel müssen nicht immer in den Schnee. Vielleicht träumt euer Wichtel von einem warmen Strand und hört im Urlaub den Wellen zu. Lege ein blaues Tuch als Meer vor die Tür und stelle eine größere Muschel oder einen glatten Stein daneben. Eine rote Zipfelmütze auf einem Miniaturstuhl macht die Szene besonders deutlich.

Mini-Steckbrief: Dauer: 5 Minuten. Material: blaues Tuch, größerer Stein oder eine große Muschel, Miniaturstuhl oder gefaltetes Papier. Alter: etwa 3–10 Jahre. Aufräumaufwand: sehr gering.

So wird aus dem Abschied ein ruhiger Moment

Du brauchst keinen großen letzten Streich. Ein wiederkehrender kleiner Ablauf hilft, die Wichtelzeit freundlich zu beenden:

  1. Wähle den Zeitpunkt. Direkt nach Weihnachten, an einem Wochenende oder erst dann, wenn es für euren Alltag passt.
  2. Stelle ein Reisedetail bereit. Zum Beispiel einen Schlitten, eine Tasche oder einen kleinen Ruheplatz.
  3. Erzähle in wenigen Sätzen, was der Wichtel vorhat. Halte die Geschichte leicht und ohne Versprechen, wann genau er zurückkommt.
  4. Mach die Tür anschließend wieder schlicht. Der Zauber darf ausklingen. Du musst nicht jeden Tag eine neue Szene ergänzen.

Ein möglicher Vorleseschluss lautet: „Der Wichtel winkte noch einmal aus der Tür. Dann begann seine wohlverdiente Pause. Draußen glitzerte der Schnee, und drinnen durfte es nun ganz gemütlich werden.“

Wenn es mal schnell gehen muss

Stelle einfach die Wichteltür frei und lege einen kleinen Schal oder eine Mütze daneben. Erzähle beim Zubettgehen oder Frühstück: „Der Wichtel macht jetzt Urlaub und ruht sich aus.“ Das dauert kaum eine Minute und ist ein vollständiger Abschied. Wenn du gar nichts vorbereiten möchtest, reicht auch die Geschichte allein.

Häufige Fragen

Muss der Wichtel direkt nach Weihnachten abreisen?

Nein. Du kannst den Wichtelurlaub beginnen lassen, wann es für euch passt. Eine feste Regel gibt es nicht.

Wie lange dauert der Wichtelurlaub?

So lange, wie es für eure Familie stimmig ist. Du kannst offenlassen, wann der Wichtel wiederkommt, oder dir für die nächste Wichtelzeit eine neue Geschichte überlegen.

Was, wenn mein Kind fragt, ob der Wichtel wiederkommt?

Du kannst freundlich antworten: „Vielleicht erzählt uns die nächste Wichtelzeit, was er erlebt hat.“ So bleibt Raum für Fantasie, ohne einen festen Termin versprechen zu müssen.

Muss ich eine Abschiedsszene basteln?

Nein. Ein Satz, ein kleines vorhandenes Spielzeug als Reisebegleiter oder einfach eine vorgelesene Geschichte genügt. Pausen gehören dazu.

Und jetzt?

Such dir eine der drei Reiseideen aus – oder öffne den passenden Plan oder die kostenlose Checkliste, wenn du den Wichtelabschluss noch einfacher vorbereiten möchtest. Mehr Inspiration findest du auch im Hub zur Wichtelwelt.

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